In-vitro-Fertilisation

Der Nachkommenschaft, die das Fundament für die Erhaltung der menschlichen Gattung darstellt, wird im islamischen Glauben eine zentrale Bedeutung beigemessen. Kinder bedeuten für Muslime Lebensglück und sie gehören zu den schönsten Gottesgaben. Diese Wertschätzung hat in der Gegenwart für eine positive Einstellung gegenüber modernen Reproduktionstechniken gesorgt und hat deren rasante Verbreitung in der islamischen Welt gefördert.

Wenn auf natürlichem Wege und mit Hilfe anderer therapeutischer Maßnahmen keine Schwangerschaft möglich ist, so gilt die Befruchtung außerhalb des Körpers durch In-vitro-Fertilisation unter bestimmten Bedingungen als erlaubt. Sowohl die Eizelle als auch das Sperma sollen jedoch von rechtsgültig verheirateten Ehepartnern stammen, und die befruchteten Eizellen sollen in die Gebärmutter der Ehefrau implantiert werden.

Obwohl eine Befruchtung durch In-vitro-Fertilisation mit Hilfe einer dritten Person und durch technische Eingriffe außerhalb des Mutterleibes stattfindet, wird sie kategorisch genauso wie die natürliche Befruchtung beurteilt. Umstritten ist die Frage hinsichtlich der nach einer In-vitro-Fertilisation übrig gebliebenen Embryonen. Obwohl manche muslimische Autoritäten der Embryonenforschung gegenüber positiv eingestellt sind, betrachten andere solche Forschungen als mit dem islamischen Menschenbild nicht vereinbar. Hervorgehoben wird in den positiven Stellungnahmen zur Embryonenforschung das Einverständnis des rechtlich verheirateten Ehepaares, die Ausschließung kommerzieller Interessen und klare, wissenschaftlich nachvollziehbare therapeutische Forschungsziele.

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Fallbeispiele

Fallbeispiele zeigen den Praxisbezug auf

Durchführung und Förderung
Universitšt Mainz
Bundesministerium für Forschung und Bildung
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